Beiträge von Monika Herz

Was wäre wenn…?

Abgesandte der Aliens werden in jedem Wohnzimmer auftauchen. (Szene aus „Paul – ein Alien auf der Flucht“)

Der selige Helmut Schmidt sagte: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“ Und wenn der es sagte – nun, dann müssen wir uns keineswegs daran halten. Visionen unterbrechen die immer gleichen, von „Sachzwängen“ diktierten Gedankenkreisläufe und erlauben einen Ausblick in die Weite. Da die Menschheit sich offenbar nicht mehr selbst retten kann, so Monika Herz, müssen wohlwollende Mächte von außen eingreifen. Allerdings wäre deren Wirken auf unserem Planeten nicht für alle bequem. Lieb gewordene Gewohnheiten wie das Töten, Ausbeuten und Verschmutzen müssten fallen gelassen werden. Zu viel verlangt? Ich spüre schon, wie einigen im Publikum der Vorwurf auf der Zunge liegt, Monika wäre ein „Gutmensch“. (mehr …)

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Der steile Aufstieg (fast) bis zum Gipfel

Polizist/innen schenkten Monika und Roland Äpfel, Birnen und Müsliriegel. Alles ist gut.

Polizist/innen schenkten Monika und Roland Äpfel, Birnen und Müsliriegel. Alles ist gut.

Monika Herz und Roland Rottenfußer wohnen in Bayerischen Oberland, kaum eine Autostunde von Schloss Elmau entfernt. Natürlich wollten sie sich das historische Event in ihrer Heimat nicht entgehen lassen. Viel Unsicherheit hing an der Luft an diesem schönen Sonntag, nicht nur wegen des drohenden Gewitters. Darf man da überhaupt hin? Wird man da verhört und verhaftet? Und wenn nicht, wie weit kann man bis zum Schauplatz dieses erhabenen Ereignisses vordringen? Letztlich lief es auf die Erkenntnis hinaus: Nur besonders harte, gut trainierte und bergtaugliche G7-Gegner dürfen ihr Demonstrationsrecht wahrnehmen. Immer dieses Wort „dürfen“! Seit dem Kindergarten haben wir es nicht mehr so oft gehört. Ob das HdS-Heroenpärchen Monika und Roland bis zum Zaun vordringen und die G7-Politiker durch ihre eindrucksvolle Präsenz zum Einlenken bewegen konnte, lesen Sie in diesem Bericht. (Monika Herz) (mehr …)

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Buchrezension: Andreas Eschbach, Der Jesusdeal

Kurt Gödel (1906-1978), Mathematik- und Frisurengenie

Kurt Gödel (1906-1978), Mathematik- und Frisurengenie

Der deutsche Thriller-Autor Andreas Eschbach hat eine Fortsetzung seines bisher größten Bucherfolgs „Das Jesus-Video“ geschrieben. Monika Herz fokussiert sich jedoch – was nicht-spirituelle Leser beglücken wird – in ihrer Rezension nicht auf Jesus. Vielmehr haben es ihr die wissenschaftlich-kosmologischen Theorien angetan, die das Recherche-Genie Eschbach in seinem Roman ausbreitet. Vor allem eine: das „Gödel-Universum“. Und dessen Hauptthese werden die meisten nur allzu gern vernehmen (weil sie es eigentlich schon geahnt hatte): Jeder Einzelne ist Mittelpunkt des Universums (mehr …)

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Elmau 2015, eine Ode und vier Esel

Eselfarm2Die Kunst ist frei – kein Wunschdenken von ein paar Naivlingen, sondern Inhalt unseres Grundgesetzes. Frei muss daher auch der Ort und Zeitpunkt der Aufführung sein. Das brachte Monika Herz auf den grandiosen Einfall, den hohen HerrInnen des Gipfels von Schloss Elmau (7./8. Juni) zu ihrer Belehrung und Erbauung eine Ode vorzutragen. Schon einmal machte eine Ode Furore, jene des bekannten Schriftstellers Schiller, eines Kollegen Monikas. Ihre Ode nun würde gewiss vor allem von einem Thema handeln: Frieden. Da gibt es für die edlen KongressteilnehmerInnen auch kein Entrinnen, wollen sie nicht ihren eigenen demokratischen Idealen untreu werden … (mehr …)

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Das gute Leben: Freiheit und Existenzsicherheit

"Picknick im Freien" von Manet - eine Vision des guten Lebens

„Picknick im Freien“ von Manet – eine Vision des guten Lebens

Wenn die Bundesregierung Reformen ankündigt, zucken schon alle gequält zusammen. Wenn sie nun auch noch behauptet, sie wolle auf ihre Bürger hören, so wäre das entweder die größte Revolution, die es je in Deutschland gab – oder es handelt sich lediglich um einen Image-Kampagne nach dem Motto: „Wir haben versprochen, eure Wünsche ernst zu nehmen, Sachzwänge hindern uns aber leider, leider daran, das umzusetzen.“ Trotz allem Misstrauen: Einen Versuch ist es wert. Monika Herz beginnt schon mal, Frau Merkel und Herrn Gabriel mitzuteilen, was sie – und mit ihr viele Bürger – von der Politik wirklich erwarten.
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Franz von Assisi: Reichtum, Freude, Rebellion

Giotto malte, wie sich Franziskus öffentlich seiner Kleider entledigte.

Giotto malte, wie sich Franziskus öffentlich seiner Kleider entledigte.

Die Theologin Dorothee Sölle sieht im Armutsgebot des Franz von Assisi ein Protest gegen den sich anbahnenden materialistischen Geist. 100 Jahre nach Franziskus wurde die Ansicht, Jesus habe in Armut gelebt, als häretisch verurteilt – zu subversiv wirkte seine Lehre schon damals. Franziskus war ein Rebell gegen den „Kaufmannsgeist“ (Meister Eckhart), der damals schon den Zeitgeist gefährlich infiltrierte. Seine Askese war stets begleitet von tiefer Freude an Gott und seiner Schöpfung. Sein Reichtum war der des Helfens und Teilens. Wachstum bei Franziskus ist das Schrumpfen der Abhängigkeit von Besitz und weltlichem Erfolg. Kein Mensch ist so perfekt wie die Legenden, die über ihn verbreitete werden. Inspirieren kann uns das Leben dieses heiligen Mannes jedoch bis heute. (Monika Herz und Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Herr Generalbundesanwalt, klagen Sie die USA an!

Waterboarding - von Demonstranten in Island nachgestellt

Waterboarding – von Demonstranten in Island nachgestellt

Unser Rechtsstaat ist streng und konsequent. Manchmal ist das auch lästig. Wenn ich 7 Stundenkilometer zu schnell fahre, kann das 15 Euro kosten, Schwarzfahren kostet 60 Euro, bei Ladendiebstahl gibt es eine Anzeige. Die gute Nachricht: Es gibt auch Gnade und Nachsicht. Foltern z.B., grausames und andauerndes Quälen von Menschen, hat mitunter überhaupt keine strafrechtlichen Konsequenzen. Zumindest kommt es darauf an, wer foltert. Wenn es die USA tun, ist es halb so wild. Keiner schreitet ein, schon gar nicht unser Generalbundesanwalt Range. Monika Herz liest ihm die Leviten. (mehr …)

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Schuldenerlass statt «Null-Summen-Spiel»

logo_erlassjahr_de„Wärst du nicht arm, wär ich nicht reich“, fasst Bertolt Brecht die Prinzipien unserer Wirtschaftsordnung zusammen. Schulden und Vermögen in der Welt wiegen einander auf – ein Nullsummenspiel, aber ein ebenso grausames wie widervernünftiges. Denn Reiche horten weitaus mehr als sie jemals selbst verfuttern können, und Arme dürfen sich im Schuldendienst abrackern. Die griechische Regierung erlebt es gerade eben wieder, wie unduldsam Gläubiger sind, wenn sie ihren Geldspeicher nicht weiter auffüllen dürfen. Dabei war das mal anders. Erlassjahre für Schulden gab es schon im alten Israel. Monika Herz vermischt in der ihr eigenen Art in diesem Artikel Ökonomie, Mathematik und Religionsgeschichte und kommt zu verblüffenden Ergebnissen. (Monika Herz) (mehr …)

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Raif Badawi for Friedens-Nobelpreis

Raif Badawi

Raif Badawi

Barack Obama hat ihn. Die EU hat ihn. Yassir Arafat hatte ihn. Der Friedensnobelpreis ist – obwohl er immer wieder an tolle Leute vergeben wurde – ein recht unzuverlässiger Geselle geworden. Wer kriegt ihn als nächstes: die USA? Mario Draghi? Oder gleich die saudi-arabische Religionspolizei? Nein, wenn das Nobel-Komitee seinen angeknacksten Ruf reparieren möchte, sollte sie den nächsten Preis an Raif Badawi verleihen. Der ist nämlich ein Held, der sich für die Menschenrechte eingesetzt hat und dafür zu einer unfassbar grausamen Strafe verurteilt wurde: 1000 Peitschenhiebe. Monika Herz sympathisiert mit dem Islam und möchte ihn nicht durch derartige „Glaubenswächter“ vertreten sehen. Raif Badawi hat sie besonderns in ihr Herz geschlossen. Also: Wie wär’s mal mit einem Friedensnobelpreis für die Opfer, nicht für die Täter? (mehr …)

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Wie Altersarmut ganz leicht zu beenden wäre

Van Gogh: Schuhe

Van Gogh: Schuhe

„Wir würden ja gern, aber es ist kein Geld da!“ – diesen Stoßseufzer hört man immer wieder von Politikern, wenn es darum geht, nützlichen und kreativen Projekten sowie Not leidenden Menschen die Hilfe zu verweigern. Auf der anderen Seite scheint für bestimmte Zwecke „plötzlich“ unbegrenzt Geld da zu sein. Das muss nicht mal „verdient“ oder Steuerzahlern abgepresst werden. Es wird einfach „geschöpft“, sofern der Schöpfer ein entsprechend mächtiger Mann ist. Die Durchschnittsrenterin lebt an der Armutsgrenze, der Durchschnittsrentner etwas darüber. Und die 80 reichsten Menschen der Welt verdienen so viel wie 3,5 Millarden (!) andere Menschen. Aber Geld ist keins da. Eine bedenkenswerte Rechnung von Monika Herz, die sich wie immer ihres Lieblingsstilmittels der „scheinbar naiven Fragen“ bedient. (mehr …)

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