Der besondere Hinweis:

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Prominente fĂŒr Seenotrettungs-Sofortprogramm

Europa muss das Sterben im Mittelmeer beenden. Nicht irgendwann, sondern in diesem Jahr. Es wird ein europaweiter Verteilmechanismus fĂŒr die aus Seenot Geretteten als politische Notlösung gebraucht. Die große Hilfsbereitschaft von StĂ€dten, Kommunen und BĂŒrgern muss endlich voll genutzt werden. HierfĂŒr hatten sich gestern der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Palermos BĂŒrgermeister Leoluca Orlando in einer gemeinsamen ErklĂ€rung ausgesprochen. Diese Initiative erfĂ€hrt jetzt parteiĂŒbergreifend UnterstĂŒtzung.  Robert Habeck, Henriette Reker, Ruprecht Polenz und Gesine Schwan greifen zusammen mit Geistlichen aus Deutschland und Schweden den Palermo-Appell auf. Die Palermo-ErklĂ€rung finden Sie hier: https://www.ekd.de/verteilmechanismus-fuer-bootsfluechtlinge-gefordert-46692.htm Weitere Informationen zum Thema unter www.ekd.de/flucht. (mehr …)

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Alexanders CD-Tipp der Woche: Weinberg Symphonies Nos. 2 & 21

„Dem Andenken der im Warschauer Ghetto Ermordeten“ hat der Komponist MieczysƂaw Weinberg (1919-1996) seine 1991 vollendete Symphonie Nr. 21 „Kaddish“ gewidmet. Das tief bewegende Werk liegt seit kurzem in der Aufnahme des von seiner jungen Chefdirigentin Mirga GraĆŸinytė-Tyla geleiteten City of Birmingham Symphony Orchestra vor. (Alexander Kinsky)

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Vom Verschwinden der SPD

Fast schon ein Nachruf auf eine einstmals erfolgreiche „Volkspartei“. Zugegeben: dieser Beitrag war bereits vor lĂ€ngerer Zeit einmal auf HdS zu lesen gewesen – am 25. Juli 2017. Wesentlich geĂ€ndert hat sich seither bei der SPD nichts. Noch deutlicher als vor knapp zwei Jahren ist die Frage zu stellen, was von dieser Partei noch ĂŒbriggeblieben ist, programmatisch und in den GrundzĂŒgen ihrer tatsĂ€chlich betriebenen Politik. Noch verschĂ€rfter als im Juli 2017 stellt sich die Frage, wer diese Partei eigentlich noch braucht, wessen Interessen sie eigentlich noch vertritt, wieviele Mitglieder sie eigentlich noch hat und auf wieviele WĂ€hlerinnen und WĂ€hler sie eigentlich noch zĂ€hlen darf. Nun, Roland Rottenfußer und ich haben uns entschlossen, dessen wie auch meinen Artikel zu diesem Thema noch einmal bei uns zu veröffentlichen. Zur BegrĂŒndung in allerkĂŒrzester Form: weil uns nichts, aber auch gar nichts an unseren Analysen veraltet erscheint. Nicht zuletzt deshalb, weil in beiden Texten der Versuch unternommen worden ist, unsere EinschĂ€tzungen zum Niedergang der SPD auch historisch zu verankern. Das heißt, und ich formuliere es absichtlich in einem Paradox: Geschichte vergeht, aber sie veraltet nicht. Jedenfalls nicht im Falle der bundesdeutschen Sozialdemokratie. Diese Partei droht zu verschwinden, weil in ihr die eigene Geschichte zu verschwinden droht – und damit alle KernbestĂ€nde ihrer frĂŒheren IdentitĂ€t. Eine IdentitĂ€t, die eigentlich aktueller wĂ€re denn je. Aber wer will das in der heutigen SPD wirklich noch wissen? Und gibt es noch Sozialdemokraten, die auch den „untergrĂŒndigen“ Witz verstehen, den sich Kurt Tucholsky geleistet hat, als er 1926 die SPD mit Radieschen verglichen hatte, die Tatsache nĂ€mlich, dass es sich bei den Radieschen um Pflanzen handelt, bei denen das Wertvollste unterhalb der Erde zu finden ist, dort also, wo wir die Toten zu begraben pflegen? Man darf da seine Zweifel haben, ob heutige „Sozialdemokraten“ das noch verstehen können und verstehen wollen.  Holdger Platta
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SpÀte Chancen

Alternde Menschen dem kapitalistischen Kosten-Nutzen-Denken zu unterwerfen ist ein Frontalangriff auf deren WĂŒrde. Alte Menschen werden in der öffentlichen Wahrnehmung oft beurteilt wie gescheiterte JĂŒngere: Fast alles können sie nicht mehr so gut. Man betrachtet sie im besten Fall als bemittleidenswert, im schlechtesten als Nerv- und Kostenfaktoren. Dabei wird zu selten gesehen, dass nicht Senioren „falsch“ sind, sondern die Kriterien, nach denen wir sie bemessen. Ältere können nicht nur mit ihrer Lebenserfahrung hilfreich sein, sie verschaffen JĂŒngeren auch das Erlebnis, in eine ganze andere Erlebniswelt einzutauchen, in der andere Dinge zĂ€hlen als Effizienz, Erlebniskonsum und Geschwindigkeit. Ein Übungsleiter fĂŒr Rehasport bei Menschen mit Demenz berichtet ĂŒber seine Erfahrung. Heinz Schwirten, Werner Voß (mehr …)

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Soziale Ungleichheit: Jedes zehnte Kind geht arbeiten statt in die Schule

Anstatt die Schule zu besuchen, gehen weltweit 152 Millionen Kinder arbeiten, um zum Überleben ihrer Familien beizutragen. Das ist fast jedes zehnte Kind auf der Welt. Soziale Ungleichheit ist einer der GrĂŒnde. AnlĂ€sslich des „Internationalen Tages gegen Kinderarbeit“ erinnern alle Kinderschutzorganisationen daran, dass Hersteller und Konzerne, aber auch die Politik, viel zu wenig unternehmen, um diesen Zustand zu Ă€ndern. (Quelle: Neue Debatte)
https://neue-debatte.com/2019/06/12/soziale-ungleichheit-jedes-zehnte-kind-geht-arbeiten-statt-in-die-schule/

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Dominik Plangger: Los Companeros


Das waren noch Zeiten, als „wir“ an der Seite von Fidel und Che fĂŒr die Freiheit kĂ€mpften… Der SĂŒdtiroler Liedermacher versetzt sich hier einfĂŒhlsam in die Situation alternder kubanischer Genossen, die an „damals“ zurĂŒckdenken. Was ist aus dem revolutionĂ€ren Elan geworden? Sie die KĂ€mpfer mĂŒde, hat auch in Kuba der Kommerz gesiegt?

Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

Auswahl zwischen Untergang und Untergang?

Zwischen Absturz und Absturz ist nur ein schmaler Grat.

170. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Nun ja, krankheitsbedingt ein etwas kĂŒrzerer Artikel zu unserer GriechInnenhilfe als sonst: mit erneut gutem Spendenergebnis – und mit schlechten Aussichten auf Parlamentswahlen in Griechenland, auf Wahlen nĂ€mlich, bei denen es vielleicht nicht wirklich etwas zu wĂ€hlen gibt.  Holdger Platta (mehr …)

Denn wer sich fĂŒgt,
der fÀngt bereits
ganz insgeheim zu lĂŒgen an.

(Konstantin Wecker)

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

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SPD: Vom HoffnungstrĂ€ger zum kleineren Übel

Trojanisches Pferd des Kapitalismus

Keine Partei ist Ă€lter als die SPD. Keine ist so eng mit den HöhenflĂŒgen und BrĂŒchen deutscher Geschichte verbunden, keine wurde so geliebt, und keine hat so bitter enttĂ€uscht. Es fĂŒhrte ein weiter Weg von Ferdinand Lassalle ĂŒber Willy Brandt bis zu Thorsten SchĂ€fer-GĂŒmbel – von den Wurzeln in der Arbeiterbewegung ĂŒber den Widerstand im Nationalsozialismus bis zu Kosovo-Krieg und Bankenrettung. Allerdings tĂ€uscht der Eindruck, die Sozialdemokraten seien sich in der Ära Schröder „plötzlich“ selber untreu geworden. Schon sehr lange agieren sie im Grunde systemstabilisierend. 2013 feierte sich die SPD krĂ€ftig selbst – und sackte in den folgenden Jahren immer noch weiter ab, bis zu Umfragewerten von heute um 12 Prozent. Doch es bleibt die bange Frage, welche Zukunft eine Partei hat, die sich dem neoliberalen Geist fast bis zur Unkenntlichkeit angepasst hat und schon vielfach zuvor in ihrer Geschichte die eigenen AnhĂ€nger und Ziele verriet. Roland Rottenfußer, unter Mitarbeit von Holdger Platta (mehr …)

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