Der besondere Hinweis:

«With a little help from our readers»

„Hinter den Schlagzeilen“ geht mit neuen Ideen in die Adventszeit – und bittet um die Unterstützung seiner LeserInnen. „Wenn du nichts hast als ein Chanson, um die Kriegstrommeln zu übertönen…“ So formulierte Jacques Brel seine idealistische Vision. Im Ernst will HdS, dieser Tradition folgend, jetzt dem Rechtsruck Gedichte entgegensetzen. Aber nicht nur diese. Wir bleiben als journalistische Publikation auf wärmende Weise unbequem.  Roland Rottenfußer (mehr …)

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Kontemplation – die Praxisform der Mystik

„Schauen ins eigene Selbst, Schauen des Göttlichen in uns“ – so beschreibt Willigis Jäger die Kontemplation. Der Alltagsreligion im Westen hat mit Mystik nicht viel am Hut – vielleicht auch weil uns eine tiefe, intime Verbindung zum Selbst unabhängiger machen würde von geistlichen und weltlichen Autoritäten. Insbesondere kennzeichnet den christlichen Kulturkreis ein Defizit an spirituellen Übungen – ob Körper-, Energie- oder Meditationsübungen. Der Gegensatz zwischen aktivem und kontemplativem Leben ist noch geläufig; unter dem Druck der ökonomischen Verhältnisse hat sich aber ein starkes Übergewicht der (effizienten) Aktivität herausgebildet. Reflexion, Besinnung, Konzentration, Versenkung kommen zu kurz – mit schwer wiegenden Folgen für die geistige Verfassung der Einzelmenschen wie auch der Gemeinschaft.  Roland Rottenfußer (mehr …)

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Das Dilemma der Linken

Nur eine ethische Migrationspolitik kann Nationalismus zurückdrängen. Einerseits verpflichten sich die Linken der arbeitenden Bevölkerung in ihrem Umfeld, andererseits müssten sie sich auf Grund ihres humanistisch-internationalistischen Anspruchs gleichzeitig mit den in die Migration gezwungenen Menschen solidarisch zeigen und für eine Politik von offenen Grenzen stehen. Ein moralischer Lösungsansatz für die Linke zeigt, wo sie in ihrem Handeln ansetzen könnte, anstatt sich spalten zu lassen und so nationalistischen Gesinnungen mehr Raum zu geben.  Mohssen Massarrat

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Reinhard Mey


„Ich kann dich nicht, die Hand auf’s Herz, ansingen, Den Blick zur Fahne, und ein Wort wie stolz kann ich mir auch mit Mühe nicht abringen.“ Eines der bewegendsten Lieder zum Thema Heimat – nicht patriotisch, aber doch mit kritischer und melancholischer Sympathie für das „Eigene“, mit dem man verbunden ist, obwohl man es sich nicht ausgesucht hat.

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Brauchen wir einen neuen Maschinensturm ?

„Ein neuer Menschentyp ist im Begriff zu entstehen, der alles vergessen haben wird, was vor dem Smartphone und dem Tablet war. Wie Lemminge stürzen wir uns von der digitalen Klippe.“ Kein Zweifel: der homo digitalis ist der Mensch der Zukunft. Ob er noch sapiens (weise, vernunftsbegabt) sein wird, kann bezweifelt werden. Der Antrieb, in immer schnelleren Rhythmen immer perfektere Maschinen zu erschaffen, mündet in das Bestreben der Erbauer, selbst durch Angleichung maschinenhaft zu werden. Es ist höchste Zeit, dass sich der Mensch die Kontrolle über die Richtung, in die der Fortschritt marschiert, zurückholt. (Auszug aus dem Buch „Zwischen Anarchismus und Populismus. Zur Sozialpsychologie des entfesselten Kapitalismus, Band 3“)  Götz Eisenberg (mehr …)

Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

Ein neuer Notfall in Griechenland! – Aber Eure Beharrlichkeit gibt uns Kraft!

146. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Heute wendet sich Griechenland-Berichterstatter Holdger Platta wieder einem Einzelschicksal zu, an dem sich auch vieles ablesen lässt, was im allgemeinen im Argen liegt in diesem geschundenen Land. Einem „Schützling“ unserer Spendenaktion wurde die Wohnung gekündigt. Unsere Helfer vor Ort, Evi und Tassos Chatzatoglou, versuchen zu helfen – was natürlich nur dank der Hilfe unserer Spenderinnen und Spender möglich ist.  Holdger Platta  Anmerkung der Redaktion: Normalerweise werden präsentierende Vorspänne zu allen Texten von mit, Roland Rottenfußer, verfasst. Ich bemühe mich, dies im Sinne des Inhalts und im Geist des betreffenden Autors zu tun – obwohl es manchmal vielleicht auffällt, dass zweierlei „Formulierungsgewohnheiten“ am Werk sind. Da es etwas umständlich wäre und weil zwei verschiedene Namen für zusätzliche Verwirrung sorgen könnten, erwähne ich meine Urheberschaft für die Vorspänne nicht bei jedem Artikel.
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Wer mit dem Leben tanzen will,

muss ungehorsam sein.

(Konstantin Wecker)

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

«Hinter Sarkasmus verborgenes Leiden am Weltgeschehen»

Foto: RolandPohl

„Während man noch über eine gelungene Pointe kichert, beschleicht einen das Grauen über die ganz reale Gefahr, in der Demokratie und Menschlichkeit derzeit schweben.“ Konstantin Wecker erklärt in diesem Beitrag, was er an Satire und Kabarett schätzt. Er erzählt, wie er selbst zum intelligenten kabarettistischen Spottlied kam und wie ihm Weggefährten wie Dieter Hildebrandt dabei halfen. Zugleich wendet sich der Liedermacher gegen zu seichte „Comedy“ und rechtsgewendetes Scheinkabarett, hinter dem er „eine raffinierte Form systemstabilisierender Schmeichelei“ vermutet. (Konstantin Wecker) (mehr …)

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