Beiträge von Holdger Platta

Einige Nachbemerkungen zur Tsipras-Show

134. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“

Liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser,

am Samstag vor einer Woche, am 8. September, hat der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras nun endlich seinen großen Auftritt gehabt. Im nordgriechischen Thessaloniki hielt er zur Eröffnung der Internationalen Handelsmesse (DETh) eine Rede vor zahlreichen „hochrangigen“ Gästen (so die „Griechenland-Zeitung“, GZ), und diese Ansprache platzte vor lauter Versprechungen aus allen Nähten. Doch bevor ich auf einige dieser Versprechungen eingehe, zunächst einige Anmerkungen zu sogenannten „Randerscheinungen“ an diesem Selbstdarstellertag, zu „Randerscheinungen“, die auch in den Medienberichten zu diesem „Großereignis“ nur Randerscheinung blieben, einige wenige Auskünfte nämlich zu den Protestdemonstrationen an diesem Tag der Selbstfeier eines Politikers in der nordgriechischen Hafenstadt. (Holdger Platta)

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Ein Land auf dem Weg in die Obdachlosigkeit?

133. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ (Holdger Platta)

Liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser,

erneut etwas Erfreuliches vorweg: auf unser Hilfskonto für die notleidenden Menschen in Griechenland wurden in der letzten Woche 565,- Euro eingezahlt, überwiesen von 4 Unterstützerinnen und Unterstützern an uns. Das ist viel, wenn man auf das Resultat der Vorwoche blickt, in die ja der Monatswechsel fiel mit einer Vielzahl von DauerspenderInnen. Der Geldeingang betrug da 635,- Euro, die Anzahl der Helferinnen und Helfer belief sich vor einer Woche auf 13. Eine erstaunliche Stabilität also bei unserer Hilfsaktion, nach wie vor, und gerne spreche ich auch in dieser Woche meinen Dank aus an alle Spenderinnen und Spender unter Euch, wie immer – selbstverständlich – im Namen des gesamten Organisationsteams.

Von unserem Reiseteam Uschi und Karl-Heinz Apel, das seit einigen Tagen wieder in Griechenland ist, habe ich noch nichts gehört. Stattdessen erreichten mich …
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SPD-Geschwafel: humanistische Bildung statt Mitmenschlichkeit

132. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Olaf Scholz ist ein gebildeter Mann. Er kann sogar Lateinisch und lässt dies bei manchen Gelegenheiten durchblicken. „Pacta sunt servanda“ (Verträge sind einzuhalten) gab er unlängst zum Besten: Verträge sind einzuhalten. Man könnte ergänzen: so unmenschlich sie auch sein mögen. Entweder Griechenland setzt seine katastrophale Verelendungspolitik fort oder es werden ihm bisherige „Vergünstigungen“ gestrichen, die die EU „gewährt“ hatte. Tertium non datur (ein Drittes gibt es nicht). Da sind wir aber wirklich froh, dass nicht mehr Wolfgang Schäuble das Finanzministerium führt, sondern ein wahrhaft sozialer Demokrat. Cui honorem, honorem (Ehre, wem Ehre gebührt!) (Holdger Platta) (mehr …)

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Ouzo oder Irreführung?

131. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ „Je kränker es in diesem Lande zugeht, desto mehr Gesundbeterei ist zu hören von Seiten der SYRIZA!“ Holdger Plattas Urteil über die neue Euphorie des griechischen Ministerpräsidenten Tsipras ist hart. Man muss aber wohl wirklich zu tief ins Ouzo-Glas geschaut haben, um derartige Hymnen anzustimmen: „Die Memoranden der Armut, der Rezession und sozialen Verwüstungen sind endlich vorbei“. Oder der 20. August sei ein „Tag der Erlösung“ gewesen. Wahrscheinlicher ist, dass der Hellenen-Messias seine Not leidenden Landsleute bewusst täuscht. Nur aus der Kenntnis der ganzen, bitteren Wahrheit können aber Mitgefühl und wirksame Hilfsmaßnahmen erwachsen. (Holdger Platta) (mehr …)

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Selbst das Ende der «Rettungen» rettet Griechenland nicht!

130. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ „Vor der Krise war der griechische Staat pleite, jetzt sind es viel Griechen selber“, fasst die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine die Ereignisse der letzten Jahre zusammen. Erfrischend, wenn auch im „Mainstream“ einmal ein Stück Wahrheit durchschimmert. Insgesamt singen die Medien aber in diesen Tagen wahrheitsunabhängig das Heldenlied vom „geretteten“ und „befreiten“ Griechenland, das sich nach drei von den Europäern gnädigerweise gewährten „Hilfstranchen“ auf dem Weg der Genesung befindet. Nichts könnte falscher sein. Und während mancherorts wehleidig beklagt wird, „Deutschland“ habe bei der Griechenlandretterei eigentlich nur draufgezahlt, haben die Menschen vor Ort oft nicht mal mehr das Geld für Essen, Miete und Medikamente. Gewinner bei dem bösen Spiel waren vor allem die Gläubigerbanken, um deren „Rettung“ es eigentlich ging. (Holdger Platta) (mehr …)

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„Nationalismus“ überwinden – bis in unsere Begriffe hinein!

Ein Diskussionsbeitrag zu einem langen Wagenknecht-Zitat in einem HdS-Kommentar. Ist Nationalismus immer schlecht? Man könnte differenzieren: „Guter“ Nationalismus befreit von der Übermacht einer Besatzungsmacht (siehe etwa die antikolonialistischen Bewegungen in der Dritten Welt); „schlechter“ Nationalismus wird selbst übergriffig und maßt sich eine grundsätzliche Überlegenheit des eigenen Volkes an. Dennoch: Tat Sahra Wagenknecht gut daran, diesen Begriff in der Ära von Orban, Höcke und Seehofer zu rehabilitieren? Wäre es nicht besser gewesen, das Gemeinte aus dem Verlangen nach Freiheit und Humanität zu begründen? (Holdger Platta) (mehr …)

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Zuhausesein in der Obdachlosigkeit…

129. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Obdachlose, die unter Brücken und auf Parkbänken schlafen oder den Müll nach Essbaren durchsuchen – Alltag im „geretteten“ Griechenland. Man sollte meinen, die Tatsache, dass es sich um eine kollektive Krise handelt, die kaum den Einzelnen anzulasten ist, würde die Behörden und Vermieter dort milder stimmen. Noch immer aber verlieren Menschen in großer Zahl ihre Wohnungen, weil zwischen steigenden Ausgaben und sinkenden Einnahmen fast kein Raum mehr ist für Leben. (Holdger Platta) (mehr …)

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«Aufstehen»? – Ja, aber mit dem richtigen Fuß!

Das sind Links und Rechts kräftig durcheinander gekommen…

Zur Sammlungsbewegung von Sahra Wagenknecht, Oskar Lafontaine und Bernd Stegemann. Sie haben angefangen zu sammeln: Oskar Lafontaine, das Stehaufmännchen der deutschen Linken, und seine Frau Sahra Wagenknecht – allgegenwärtig in deutschen Talkshows. Aber wen oder was sammeln sie da ein? Neben höchst unterstützenswerten Aussagen zu einem sozialeren, menschlicheren Deutschland gibt es auch solche, die rechts zu blinken scheinen. Klar, man möchte sozial schlecht gestellte besorgte Bürger mitnehmen. Aber manche von denen haben so fragwürdige Standpunkte, dass man schon ganz weit nach rechts gehen muss, um sie dort abzuholen. Wollen wir das? (Holdger Platta) (mehr …)

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Poeten der Macht oder Poetisierung der Verlogenheiten

128. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ „Es tut gut, Gutes zu tun“. In dieser Folge seiner umfassenden Berichterstattung über Griechenland erzählt Holdger Platta ausnahmsweise auch über die Gefühle der Helfenden. Diese sind ganz überwiegend positiv, und Helfen wird sehr zur Nachahmung empfohlen. Auch sollte sich niemand wegen der wahrscheinlich aufkommenden Freude schämen oder wegen vermeintlicher Eitelkeit und Gutmenschentums mit sich hadern. Wir sehen ja täglich, wohin uns Hilfeverweigerung und Schlechtmenschentum geführt haben. Immerhin gibt es diesmal wieder gute Nachrichten – bei den Spendeneeingängen wie auch bezüglich des Befindens einer unserer Empfängerinnen. (Holdger Platta) (mehr …)

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Klare Aussagen über ein Katastrophenland

127. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!„Ein Licht am Ende des Tunnels“ – jeder kennt dieses schöne Sprachbild. Was aber wenn der Tunnel nie ein Ende hat? Ein Alptraum zweifelsfrei. Und einen solchen erleben die Griechinnen und Griechen seit Jahren, auch wenn Schönfärber derzeit gern den Eindruck zu erwecken versuchen, das Land sei aus dem Gröbsten raus. Die Wirtschaft liegt dank europäischer – und an vorderster Front: deutscher – Bemühungen derart am Boden, dass eine Wiederaufstieg auf längere Sicht unwahrscheinlich scheint. Dennoch oder gerade deshalb sollten wir mit langem Atem hinschauen, Anteil nehmen und helfen.
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