Beiträge von Holdger Platta

Das Grinsen eines Monsters in einem Horrorfilm

94. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ „Das Gefühl, die menschliche Würde nicht zu verlieren, während in Mülltonnen nach Essbarem gesucht werden muss, ist wahrscheinlich das Schwierigste.“ So schreibt unser „Außenhelfer“ Tassos Chatzatoglou über ein Schicksal, von dem – mit Abstufungen – mittlerweile 25 Prozent der GriechInnen betroffen sind: existenzbedrohende Armut. Da verwundert es nicht, dass sich die Erfüllungsgehilfen einer derart rigiden und menschlichkeitsbereinigten Politik – die Ex-Idealisten von „Syriza“ – derzeit in Wählergunst im freien Fall befinden. Tragisch nur: auf das Versagen dieser Kopien eines radikalen Neoliberalismus reagieren viele GriechInnen mit dem Ruf nach dem Original: der konservativen „Nea Demokratia“, die derzeit in Umfragen führt. Selbst eine Machtergreifung der faschistischen „Morgenröte“-Partei scheint nicht mehr undenkbar – nicht erfreulich, aber nachvollziehbar in einem Land, in dem viele das Gefühl haben, sie hätten nichts mehr zu verlieren… (Holdger Platta) (mehr …)

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Ausflüge in die Poesie (47)

Resignation (Holdger Platta)

  

Unablässig stürzen Blätter herab,

und die Wolken gehen über das Land.

Graues Windmeer in allen Büschen.

Unter den Bäumen versammeln sich Reisig und Gras,

und irgendwo Menschen an einem Verhandlungstisch.

Ich blicke aus dem Fenster, damit draußen der Herbst

stillsteht, ohne Glauben.

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Schwimmen im Glück

Holdger Platta gibt in dieser kleinen Erzählung eine ganz persönliche Jugenderinnerung an den St. Martins-Tag preis – warmherzig, humorvoll und präzise im Detail. Dabei bedient er sich teilweise des Dialekts „Mülheimer Platt“ – wohl ein gerechter norddeutscher Ausgleich für die bayerischen und österreichischen Sprachfetzen, die wir unseren LeserInnen gelegentlich zumuten. (Holdger Platta) (mehr …)

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In Griechenland gehen kleine Konjunkturaufschwünge an den Menschen vorbei

93. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Tourismusboom in Griechenland – das wäre eigentlich ein gute Nachricht. Sie ist es wahrscheinlich auch für direkt an Tourismusunternehmen (Bewirtung, Unterbringung usw.) Beteiligte. Obwohl die freundlichen Kellnerinnen, die deutschen Reisenden dort den „Greek Coffee“ servieren, vermutlich keine Großverdienerinnen sind, sind sie zumindest nicht von der hohen Arbeitslosenquote betroffen. Dennoch: dem Gros der GriechInnen nützt dieser Boom überhaupt nicht, die Steuereinkünfte fließen weiter „aufwärts“ in Richtung der Gelddepots der reichen Gläubiger Griechenlands. Wenigstens eines kann Holdger Platta heute vermelden: einen Spendenboom dank unserer Leserinnen und Leser. (Holdger Platta) (mehr …)

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