Beiträge von Holdger Platta

Der griechische Finanzminister: will er Baldrian verkaufen?

Baldrian

117. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Wer wegen Problemen kritisiert wird, die er selbst mit verursacht hat, der verteidigt sich am besten, indem er leugnet, dass überhaupt ein Problem existiert. Jens Spahn etwa, Deutschlands Kanzler-Hoffnung, behauptete schlicht, Hartz IV habe mit Armut nichts zu tun. Euklidis Tsakalotos, Griechenlands Finanzminister, macht es ähnlich: Er gab der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unlängst ein Interview und „übersah“ dabei kurzerhand das wachsende Elend seines griechischen Volkes. Statt dessen stimmte er Hosianna-Gesänge an: für sich selbst und die „erfolgreichen“ Reformen seiner Regierung. Man kann wohl nur noch durch massiven Selbstbetrug ertragen, zu den Tätern bei dieser grausamen Menschenverelendungspolitik zu gehören. Zum Glück bleiben unsere Spenderinnen und Spender der guten Sache treu und zeigen – im Gegensatz zur heimischen Politikerkaste – wirkliches Mitgefühl. (mehr …)

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Wieder einmal: Griechenland ganz von unten gesehen

116. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Die Not in Griechenland ist so groß, unsere Möglichkeit, zu helfen, quantitativ dagegen so gering, dass man versucht ist, auf eine umfassende Lösung des Problems auf politischer Ebene zu warten und so lange untätig zu bleiben. Aber vergessen wir nicht, wie wichtig unsere Hilfe für nicht wenige einzelne Menschen gewesen ist und weiter ist. Wenn ein Aufstand des Volkes gegen seine Unterdrücker überhaupt möglich ist, dann noch am ehesten, wenn Menschen satt sind, etwas Mut gefasst haben und Solidarität spüren. Zwei Erfahrungsberichte aus Griechenland beweisen, wie notwendig unsere Aktion unvermindert ist. (Holdger Platta) (mehr …)

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Renditedenken oder Menschenrechtspolitik? Zum Versagen von EU und SYRIZA

In vielen dieser Dörfer herrscht bittere Not.

115. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Die Politik – und die sich an diese anschmiegende Presse – haben jetzt eine neue Parole in punkto Griechenland ausgegeben: Alles ist auf einem guten Weg. Die Griechen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Die Wirtschaft wächst, was will man mehr? Man sieht also, dass es sich lohnt, die Ärmel hochzukrempeln und ein bisschen zu sparen. Vielleicht kann Groß-Europa da sogar erwägen, gegenüber dem Bußfertigen Gnade walten zu lassen und einige der Schulden zu erlassen… Mit solchen Nachrichten reden die Medien sich selbst und uns derzeit besoffen – und lassen klammheimlich unter den Tisch fallen, welchen Preis Millionen von Griechen dafür bezahlt haben, dass ihre vermeintlich sozialistische Regierung sich den EU-Machthabern und Banken als Musterknabe angedient hat. Bittere Armut herrscht noch immer in weiten Teilen des Landes. Und SYRIZA hat diese Armut gegen das eigene Volk, zusammen mit seinen Peinigern, organisiert. (mehr …)

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Jenseits der Identitäts-Ideen – im Diesseits unserer Lebendigkeit

Resümee aus dem Buch „Identitäts-Ideen. Zur gesellschaftlichen Vernichtung unseres Selbstbewußtseins“ von Holdger Platta

Wir leben, so hat der Soziologe ULRICH BECK konstatiert, im wachsenden Maße in einer „Risikogesellschaft“ (BECK 1986), und wir müssen uns eingestehen: diese Risiken betreffen uns in unserer persönlichen Existenz ebenso wie unsere kollektiven Existenzmöglichkeiten auf dem Planeten Erde insgesamt. Egal, ob wir von drohender Arbeitslosigkeit sprechen oder vom ökologischen Kollaps: die Menschen spüren zu Recht, daß ihr Leben oder Überleben nicht leichter geworden ist. (Holdger Platta)

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Wo die Menschen kaputtgehen, kann auch „die Wirtschaft“ nicht gesunden!

 114. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“

Liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser,

auch Ihr seid sicherlich schon mit einem gewissen Wechselbad der Gefühle vertraut, was den Spendeneingang für unsere GriechInnenhilfe betrifft: mal gibt es unverhofft gute Ergebnisse mitzuteilen – wie in der letzten Woche zum Beispiel (= 980,- Euro von insgesamt 4 SpenderInnen) -, mal deutlich schlechtere…

Nun, was die letzten sieben Tage betrifft, gingen auf unserem Hilfskonto keinerlei Spenden ein. Allerdings bekam ich persönlich am heutigen Tag 100,- Euro zugesandt, per Brief, als Unterstützung für unsere Hilfsaktion. Das sorgte doch für eine gewisse Erleichterung bei mir, und selbstverständlich danke ich der Spenderin (die ungenannt bleiben möchte) sehr, bestimmt auch im Namen der anderen Mitglieder aus unserem Organisationsteam. In der nächsten Woche, so vermute ich, wird wegen des Monatswechsels mit aller Wahrscheinlichkeit wieder über ein erheblich besseres Ergebnis zu berichten sein, und zwar der Tatsache wegen, daß eine ganze Reihe von DauerspenderInnen jeweils zum Beginn eines neuen Monats ihre Hilfsgelder an uns überweist.

Uschi und Karlheinz Apel sind inzwischen aufgebrochen zu ihrer Hilfsreise nach Griechenland (ich informierte Euch darüber bereits in meinem letzten Bericht). Von deren Hilfsaktionen vor Ort wird also frühestens in der nächsten Woche zu berichten sein. Evi und Tassos Chatzatoglou hingegen treten erst demnächst ihre Hilfsfahrt nach Griechenland an. Auch über deren Hilfsaktivitäten vor Ort werde ich dann ausführlich berichten. Bis dahin also noch etwas Geduld!

Bleibt mir am heutigen Tage nur die Möglichkeit, Euch erneut über weitere Tatsachen in Kenntnis zu setzen, die zu tun haben mit der sozialen und ökonomischen „Großwetterlage“ in Griechenland insgesamt. Und da sieht es ‚natürlich‘ – wie sollte es auch anders sein – keinesfalls gut aus.

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Stellt sich der DGB nunmehr auf die Seite Griechenlands?

113. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Die gute Nachricht ist, dass über Wolfgang Schäuble in puncto Griechenland schon länger nichts Negatives mehr zu berichten war; die schlechte ist: es liegt nur daran, dass er nicht mehr deutscher Finanzminister ist. Ob mit dem SPD-Nachfolger Olaf Scholz Besserung in Sicht ist, müssen wir erst sehen. Positiv ist auf jeden Fall die Stellungnahme des DGB-Vorstands vom 13. April zum Thema Griechenland, weshalb Holdger Platta dieser in seinem Bericht auch breiten Raum gibt. Die Gewerkschaftsgenossen, die sich früher im Fanblock des Menschenverelendungsprogramms Hartz IV wohlfühlten, geben sich hier moderat kritisch und fordern eine Abkehr vom tödlichen „Reform“-Zwang gegenüber Griechenland. (Holdger Platta) (mehr …)

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Gesundungssignale aus einem schwersterkrankten Land?

Gründete eine neue Partei: Yanis Varoufakis

Griechenland hat und braucht viele qualifizierte ÄrtInnen – aber das Geld fehlt, um genügend Stellen zu schaffen. Helfer und Hilfsbedürftige kommen nicht zusammen. Es herrscht (auch) medizinischer Notstand an der Ägäis. Eines der typischen Krisensymptome im kaputtgesparten Griechenland. Holdger Platta berichtet in diesem Teil seiner Artikelserie aber auch von einem Hoffnungsschimmer. Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis hat eine neue Partei gegründet, die ungefähr das fordert, was auch wir in unserem Magazin seit Jahren vertreten: das Ende der tödlichen Austeritätspolitik und „verantwortungsbewussten Ungehorsam“. Obwohl Varoufakis damit noch nicht die Massen bewegt – es lohnt sich, die neue Bewegung wohlwollend zu beobachten. (Holdger Platta) (mehr …)

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Neubeginn in Griechenland?

 111. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“

Liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser,

wie erwartet: nach dem eher kleinen Spendenbetrag im der Vorwoche – 37,50 Euro, überwiesen von lediglich 2 UnterstützerInnen an uns – gingen zu Beginn des neuen Monats April erheblich mehr Hilfsgelder auf unserem Konto ein. 765,- Euro durften wir als Neuzugang verzeichnen, 17 Helferinnen und Helfer sorgten für diesen Zuwachs. Natürlich danke ich allen UnterstützerInnen sehr, und selbstverständlich tue ich das im Namen des gesamten OrganisatorInnenteams.

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